Man könnte…

…ja wiedermal ein bisschen kreativ sein und die weissen Seiten mit Schriftzeichen füllen. Andererseits würde ich kaum auf mehr als 140-420 Zeichen kommen, bin ich es doch seit SMS, Twitter und Facebook nicht mehr anders gewohnt. Jeder Gedanke muss prägnant und vor allem kurz sein. So auch dieser. Punkt.

26. Juli 2010 at 12:14 Hinterlasse einen Kommentar

Janesfield…

…macht vorübergehend Kreativpause und beschäftigt sich mit den wichtigen Dingen des Lebens… Kommt Zeit, kommt Muse!

5. Januar 2009 at 12:43 1 Kommentar

Was machst du gerade?

Jane bloggt. Jane ärgert sich über unfähige Autofahrer. Jane denkt, dass schlechte Menschen von Gott mit blöden Frisuren bestraft werden. Jane mag Bio Dinkelpops. Jane singt “Football’s coming home”. Jane denkt an eine Zahl zwischen 1 und 10. Jane putzt ihre schlammverdreckten Festivalschuhe. Jane… tut dies und tut das und tut jenes – und vor allem verkündet sie es tagtäglich der ganzen Welt. Oder zumindest all ihren Online-Freunden bei Facebook. Tönt irgendwie krank – ist mittlerweile aber Rea- und Normalität. Endlich können wir per Statusmeldung alle unsere alltäglichen Nichtigkeiten mit unserem Umfeld teilen, können verkünden, wann wir den Abwasch machen und wann wir uns die Haare föhnen. Und irgendein Trottel liest es bestimmt, oder kommentiert es im besten Fall sogar noch: “Lustig, ich habe mir auch gerade die Haare geföhnt.” So schön – unser Leben verläuft fast parallel, das muss wahre Freundschaft sein!

So schenkt uns Facebook vermeintliche Nähe zum sozialen Umfeld und nebenbei auch eine Bühne für unser alltägliches Leben. Jeder ein kleiner Star in seiner eigenen Alltagssitcom – Jane’s Wege zum Glück, Episode 32… Und ganz viele schauen zu bzw. lesen mit. So hat man auch endlich die gewünschte Quantität an Zuspruch nach einer bestandenen Prüfung, oder kann sich gemeinsam mit hundert Anderen über das Debakel der Schweizer Nati gegen die Kleiderverkäufer und Heizungsmonteure aus Luxembourg ärgern. Solche Ereignisse lassen dann auch die Anzahl der Freunde, die online sind, in die Höhe schnellen; nebst den einsamen verregneten Sonntagen, die sonst Spitzenreiter sind. So bietet Facebook eigentlich die ideale Plattform für sozialkritische Gesellschaftsstudien – wann suchen die Menschen soziale Kontakte, wann wollen sie sich austauschen oder ihre Meinung kundtun? Ein Login bei Facebook genügt, und das Lesen von Gesellschaftsstudien erübrigt sich.

Was hier alles etwas negativ daher kommt, hat aber durchaus auch seine guten Seiten, finde ich. Und muss ich ja fast finden, denn schliesslich bin ich auch mehr oder minder intensiver Nutzer dieser Plattform. Das Beste ist ja, dass ich dort sogar meine neusten schriftlichen Ergüsse publizieren und so noch ein zwei Blogleser mehr erhaschen kann. Das Zweitbeste ist der – im Vergleich zu SMS kostenfreie – Kurzkontakt und Infoaustausch mit Freunden (die auch im realen Leben Freunde sind..). Das Drittbeste ist das Auffinden alter Bekanntschaften – wobei Auffinden meistens nicht mit Auffrischen einhergeht. Aber zumindest wiedermal ein “Hallo, wie geht’s?” gesendet, falls man von der Person doch plötzlich nächste Woche noch was braucht, weil sie ja, wenn man’s noch richtig im Kopf hat, bei dieser Firma arbeitet und dort gratis an nigelnagelneue Handys rankommt, was zufälligerweise momentan grad sehr praktisch ist, weil das eigene just letzte Woche vor die Hunde ging.. oderwieauchimmer.

Alle guten Dinge sind drei.. Da macht sich ein “Viertbestes” an dieser Stelle wohl eher schlecht. Nun denn, nennen wir es daher der Formschönheit halber einfach den “positiven Nebennutzen”. Also, der positive Nebennutzen dieser grassierenden Facebookmanie liegt meiner Meinung nach in der Förderung der Ausdruckskreativität im Alltag, kurz FdAiA. (Abkürzungen sind immer wichtig, wenn man eine Theorie wissenschaftlich erhärten will!). Leider machen nur ganz wenige Facebooker von der Möglichkeit der FdAiA Gebrauch. Dies schlägt sich dann in Statusmeldungen, wie z.B. “ist müde” oder “geht jetzt Kaffee trinken” nieder. Dabei wäre die Statusmeldung die ultimative Gelegenheit sich seinen witzigen Gedanken oder seinen alltäglichen kreativen Ausbrüchen hinzugeben, und mal etwas schräges, oder etwas humorvolles, etwas künstlerisches oder etwas sprachlich farbenfrohes von sich zu geben. Oder ist es tatsächlich möglich, dass das Leben gewisser Leute so langweilig ist, wie es in den Statusmeldungen daherkommt?

Wie dem auch sei, in diesen kurzen Meldungen liegt jedenfalls viel Kreativitätspotential. Um die FdAiA voranzutreiben, schlage ich daher etwas ausserordentlich Revolutionäres vor: Kreative Statusmeldungen müssen honoriert werden! Daher, liebe im Geld schwimmende Facebook-Erfinder, tut mal was Gutes für die Menschheit und führt bei den Statusmeldungen ein Bewertungssystem ein. Ich will Sterne verteilen können, oder Kreativitätsmedaillen oder was auch immer. Anreize schaffen, heisst das Zauberwort. Anreize gegen das Langweilertum, Anreize für eine kreativere Welt!

14. September 2008 at 19:26 4 Kommentare

Bla bla

Nach drei Vollzeittagen an der Uni bin ich geistig völlig durchgenudelt – trotzdem scheint mir dies der richtige Zeitpunkt für ein bloggerisches Lebenszeichen zu sein. Endlich wiedermal! Böse Zungen behaupteten schon, dass ich das Passwort zu meiner Blog-Administration längst vergessen hätte und bereits einem neuen Hobby fröhne. Wenn Stress in allen Lebenslagen ein Hobby ist, dann ja.

Nun, aus aktuellem Anlass widme ich meine Buchstabenreihen heute dem Thema “bla bla”. Seines Zeichens ein völlig selbsterklärender Begriff, der mit seinen wenigen zwei mal drei Buchstaben mehr Leere ausstrahlt, als wenn da statt Buchstaben Leere wäre. “bla bla” wird aber landläufig völlig unterschätzt, denn es ist absolut leistungsstark. Es vermag nämlich nicht nur Leere auszustrahlen, sondern sogar welche zu erzeugen – Leere in meinem Kopf nämlich. So geschehen heute Nachmittag in der drittvordersten Reihe im Zimmer 118 sitzend und den Ausführungen des Dozenten zum Thema “Führungslehre” (nicht Leere!) lauschend. Zitat: “Es gibt nicht die eine Wahrheit, sondern der Kontext entscheidet über Funktionalität und Dysfunktionalität.” Aha. Kurz nachgedacht und für den Hausgebrauch auf Deutsch übersetzt: Ob etwas falsch oder richtig ist, hängt davon ab, in welchem Kontext es steht. Klingt logisch, aber bla bla. Was kann ich jetzt konkret damit anfangen? Wenn ich also an der baldigen mündlichen Abschlussprüfung eine falsche Antwort gebe, dann hat einfach der Kontext nicht gestimmt..? Ich meine, Kontext ist ja grundsätzlich einfach mal alles. In Bezug auf die angesprochene Prüfung wäre der Kontext zum Beispiel das fehlende Know-How eines Fachgebietes auf Grund mangelnder Lerninvestition. In diesem Kontext gesehen, wäre also meine Antwort gar nicht so schlecht – dafür, dass ich keine Ahnung hatte, worüber ich sprach.. oder? Bla bla halt.

20. August 2008 at 23:42 1 Kommentar

Hutgewordene Bierseeligkeit

Das wäre definitiv mein Thema gewesen…: Die Heerscharen von Menschen mit doofwitzigen Kopfbedeckungen, welche den geneigten musikinteressierten Festivalbesucher gehörig nerven. Leider kam mir Dr. Pop von 78s zuvor. Und da mir der gute Herr so sehr aus der Seele spricht und der Text absolut meinen Nerv trifft, begnüge ich mich hier und heute mit einem Link und einer dringenden Leseempfehlung: http://www.78s.ch/2008/07/31/dr-pop-darf-man-an-festivals-einen-bierhut-tragen/

31. Juli 2008 at 10:44 Hinterlasse einen Kommentar

Kleine Stadt ganz gross!

Ohne Worte!

27. Juli 2008 at 19:50 Hinterlasse einen Kommentar

Murmelmania

Endlich habe ich einen Verwendungszweck für diese ollen Migros-Murmeli gefunden, die einem zusammen mit dem Rückgeld in die Pfote gedrückt werden, bevor man sagen kann, dass man doch schon ein wenig aus dem Alter draussen sei…

23. Juli 2008 at 12:40 2 Kommentare

Wortirritation

Ferienzeit ist Blogvernachlässigungszeit – daher ist auf dieser Seite momentan nur spärlich was los. Auch die Schreiberlinge beim Blick scheinen in den Ferien zu weilen, die Guten zumindest. Nur so sind die üblen Wortkreationenirritationen, welche mir heute und letzte Woche in den Schlagzeilen aufgefallen sind, zu erklären. Dass die Blickmacher sich gerne an “lustigen” Wortspielen versuchen, ist ja nix Neues, und spätestens seit “Brangelina” auch international ein beliebtes Phänomen (..für die Nichtleser von Prominews: Brangelina meint Brad Pitt und Angelina Jolie).

Apropos, auch wir popeligen kleinen Schweizer haben ein grosses Promipaar… und damit dieses international mithalten kann, wurden sie vom Blick flugs mit einem vip-tauglichen Namen versehen: Strelanie. Wow…! Tönt zwar nur ein Zehntel so glamourös wie Brangelina, aber unser aller Lieblingsrapper Stress und seine Zickenfreundin Melanie sind ja auch nur ein Zehntel so bekannt, wie Familie Pitt-Jolie (und haben auch nur einen Bruchteil derer Anzahl Kinder).

Item. Obwohl ich persönlich Wortspiele liebe, halte ich von den plumpen medialen Kreationen eher wenig. Momentan beliebtestes Objekt für Kreativitätsausbrüche übereifriger Blick-Journis ist die Miss Schweiz Amanda Ammann. Da war letzte Woche gross zu lesen: “Es ist ein neuer AMannDa!” Und heute kommt’s noch besser: “Ihr Neuer ist ein SF-Kamer-Amanda”. Von welcher Zwangsneurose werden die Journalisten da wohl geritten?

21. Juli 2008 at 13:55 1 Kommentar

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