Der Versuch einer Erklärung…
11. Juli 2008
Neulich beim Überfliegen (ja ja.. nur überfliegen – sicher nichts kaufen wollen….) eines Modekatalogs gelesen: „Edles Baumwollshirt mit Mäusezähnchen an Ärmel und Saumkante.“ Häh? Mäusezähnchen?!? Auf die Gefahr hin, mich wiedermal als schlechte Hausfrau zu outen, frage ich: Was um Himmels Willen haben die Beisserchen dieser kleinen grauen Tiere (die meistens mit argen Bisswunden vor unserer Haustüre liegen) mit Mode zu tun??
Die Welt der Säume, Nähmaschinen und Stoffmuster ist mir eh ein Rätsel. Schon damals in der „Handsgi“ taugten meine Kreationen im besten Fall für die Fastnacht. Ich erinnere mich noch gut an die violett-rot gemusterte Stoffhose, welche auf mysteriöse Art und Weise auf dem Schulheimweg verloren ging… Oder das dick gestrickte Winterstirnband in leuchtpink, das den Kopfumfang des Trägers – sehr zu seinem optischen Vorteil – verdreifachte. So etwas hätte mindestens eine Strafaufgabe zur Folge haben müssen.
Irgendwie ist es daher nicht erstaunlich, dass ich heute meine Kleider bei H&M, Companys, Esprit & Co kaufe und nicht selber nähe. Ja, wahrscheinlich ist sogar mein ausgeprägter Kleiderkaufdrang auf meine Kindheit zurückzuführen (wie so alles, wofür man nicht selbst die Verantwortung übernehmen möchte..). Ich versuche mir durch das Anhäufen von Kleidern in guten Zeiten ein Polster zu verschaffen, um auch in finanziell schlechten Zeiten nicht auf meine eigenen üblen Nähkünste angewiesen zu sein. Klingt logisch, oder? Da ich ein positiv denkender Mensch bin, gab’s bei mir bisher nur gute Zeiten – auch wenn der Kontostand im Minus stand. Alles eine Frage der Sichtweise.
Entry Filed under: Dies + Das. Schlagworte: Kleider, Mäusezähnchen, Nähen.
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